Das Allergiker ABC
Frühjahrausgabe 2010

Allergien sind nach Ansicht von Experten die Epidemie des 21. Jahrhunderts. Fast jeder dritte Deutsche leidet mittlerweile unter einer allergischen Reaktion – Tendenz steigend. Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) geht davon aus, dass im Jahr 2015 schon jeder zweite Mensch in den Industrienationen eine Allergie haben wird. Wie stark sich Allergien hierzulande ausbreiten, zeigen vor allem die Krankheitszahlen bei Kindern und Jugendlichen. In der Altersgruppe der bis zu 17-Jährigen sind Allergien eines der häufigsten Gesundheitsprobleme überhaupt. Allergien sind keine Bagatellerkrankungen! Sie können chronisch werden, im Falle eines allergischen Schocks sogar tödlich enden, und gehen mit hohen Einbußen an Lebensqualität einher.
Das Allergiker ABC erklärt Allergie-Betroffenen und deren Angehörigen, aber auch allen Interessierten, warum ein Organismus überhaupt allergisch reagiert und welche Auslöser in Frage kommen können. Es informiert über Möglichkeiten der Diagnostik und der Behandlung. Darüber hinaus werden natürlich auch aktuelle Informationen und Neuigkeiten aus Wissenschaft und Forschung vorgestellt. Das Allergiker ABC wird halbjährlich überarbeitet. Seine übersichtliche alphabetische Gliederung ermöglicht dem Leser eine schnelle Orientierung.

Aus dem Inhalt:

Allergisch oder nicht? Moderne Nachweismethoden bringen Gewissheit

Die Augen tränen, jucken und sind gerötet, die Nase lauft ständig oder auf der Haut zeigen sich rote Pusteln. Die wenigsten Menschen denken bei diesen harmlosen Beschwerden an eine Allergie. Doch wer beim regelmäßigen Auftreten solcher Symptome rasch einen Arzt aufsucht, kann oft Schlimmeres vermeiden. Denn unbemerkte oder unbehandelte Allergien können ernsthafte Folgen haben. Um herauszufinden, welche Substanz die allergische Reaktion hervorruft, stehen dem Arzt verschiedene Methoden zur Verfügung. Er kann das Allergen entweder auf der Haut oder im Blut des Patienten nachweisen. Wie diese Nachweismethoden funktionieren und welche Tests für welche Allergene geeignet sind, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Allergiker ABC.

Babys sind besonders häufig von Neurodermitis betroffen

Rote Ekzeme, nässende Bläschen, extrem trockene Haut und unerträglicher Juckreiz sind die typischen Symptome der Neurodermitis (atopisches Ekzem). Sie tritt häufig bereits im Säuglingsalter auf und äußert sich meist zunächst mit einem Hautausschlag (Milchschorf) am Haaransatz, an der Stirn und auf den Wangen. Bei älteren Kindern treten die juckenden Ekzeme und Bläschen vor allem an den Ellenbogen und in den Kniekehlen auf.
Die genauen Krankheitsursachen sind noch nicht geklärt. Sicher scheint jedoch, dass mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, damit eine Neurodermitis ausbricht. Dazu gehören eine erbliche Veranlagung, die Hautbeschaffenheit sowie Umwelteinflüsse und allergieauslösende Stoffe. Auch Stress begünstigt das Auftreten der juckenden Ekzeme. Wir haben einige Tipps im Umgang mit der Erkrankung für Sie zusammengestellt.

Lust am Essen trotz Milchzuckerunverträglichkeit

Bauchschmerzen, ein geblähter Bauch, häufiger Durchfall – das sind die Symptome, die viele Menschen nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten plagen. Die Ursache für diese Beschwerden könnte eine Milchzuckerunverträglichkeit (= Laktoseintoleranz) sein. Mittlerweile sind fast 90 Prozent der Weltbevölkerung davon betroffen. Ursache der quälenden Beschwerden ist ein Mangel des Enzyms Laktase, das Milchzucker im Darm aufspaltet. Lesen Sie in unserem Beitrag, wie Sie das Essen trotzdem genießen können.

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